Aktuelle Informationen zum Juristischen Seminar

Wie ihr, als fleißig lernende Besucher des juristischen Seminars, sicher mitbekommen habt, gibt es im Seminar seit längerem zur Klausuren- und Hausarbeitenphase ein akutes Platzproblem.
Dieses Problem hat heute seinen besonderen Höhepunkt erreicht.

Ein kurzer Blick in die Vergangenheit: Der Platzmangel hat dazu geführt, dass durch Umverteilung von Tischen und Regalen durch die Seminarleitung zahlreiche neue Plätze geschaffen wurden, um dem Andrang gerecht zu werden. Diese Maßnahme alleine konnte das Problem nicht bewältigen und so wurde, nach zahlreichen Beschwerden bei der Seminarleitung, im Dekanat und bei uns, der Fachschaft, in den Gremien des Fachbereichs eine Kontingentierung der Plätze in der Klausurenphase beschlossen. Diese wurde heute durch ein Schild im Eingangsbereich bekanntgegeben. Ab 17 Uhr war dieses Schild wieder verschwunden. Dazu machen derzeit viele Gerüchte und Halbwahrheiten die Runde, welche wir hier nun versuchen möchten auszuräumen.

1. Es gibt kein generelles Besuchs- oder Lernverbot für Studierende anderer Fachbereiche! Als Einrichtung der Universität kann und darf Studenten der Philipps-Universität Marburg der Zugang zum Seminar nicht verwehrt werden. Durch die Überfüllung des juristischen Seminars werden für die Jurastudenten unakzeptable und unzureichende Studienbedingungen geschaffen. Deshalb werden Fachfremden im Rahmen der Kontingentierung bestimmte Plätze im Seminar (auch in der Mediathek) zur Verfügung gestellt.

2. Um dennoch eine möglichst gerechte Lösung und für alle Studenten akzeptable Studienbedingungen zu bieten, werden für die „allgemeine“ Klausurenphase, die Studenten aller Fachbereiche betrifft, im 4. Stock des SH am Lehrstuhl von Prof. Simon zusätzliche Lernplätze bis Mitte Februar für Fachfremde bereitgestellt.

3. Die Beanspruchung der Plätze im Seminar für Juristen erfolgt nicht, wie teilweise scherzhaft, aber auch ernst dargestellt, aus Hass gegenüber anderen Fachbereichen. Ein Ausweichen auf andere Bibliotheken oder Zuhause lernen ist für Jurastudenten oft nicht möglich. Durch sich ständig ändernde Gesetze und Rechtsprechung ist es nötig, immer mit aktueller, nicht veralteter oder auf veraltete Gesetze und Rechtsprechung hinweisende Literatur (Kommentare und Fachbücher) zu arbeiten. Die aktuellsten Auflagen sind in nur geringer Stückzahl dort vorhanden und zählen fast ausnahmslos zum Präsenzbestand, der ausleihbare Teil der Literatur ist veraltet und nur bedingt geeignet. Andere Teile der Literatur (juristische Zeitschriften und Festschriften bspw.) sind zu großem Teil ebenfalls Präsenzbestand.
Zusätzlich wird für das Schreiben von Hausarbeiten und eine allumfassende Examensvorbereitung eine derart hohe Anzahl an Büchern benötigt, die sich in platztechnischer und besonders in finanzieller Hinsicht kein Student privat bereitstellen kann und will. Daher sind Jurastudenten auf die Benutzung „ihrer“ Bibliothek in jedem Fall angewiesen!

Wir hoffen, hiermit die entstandenen Missverständnisse aus dem Weg räumen zu können und zu einem friedlicheren Miteinander der Studierenden aller Fachbereiche beitragen können.

Eure Fachschaft Savigny

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